FFH-Gebiet "Hochschwarzwald um den Feldberg und Bernauer Hochtal"

Natura 2000-Managementplan
Blick vom Herzogenhorn ins Bernauer Hochtal

​Das FFH-Gebiet „Hochschwarzwald um den Feldberg und Bernauer Hochtal“ erstreckt sich auf insgesamt 6.811 ha in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut. Im Norden reicht das FFH-Gebiet bis ins Landschaftsschutzgebiet Schauinsland, zieht sich dann in südöstlicher Richtung über das Naturschutzgebiet Feldberg bis nach Süden ins Bernauer Tal. Dort begrenzt das Schwarzenbächle, welches in die Bernauer Alb mündet, das FFH-Gebiet. Vom tiefsten Punkt bei 555 m ü. NN reicht das FFH-Gebiet bis auf den Feldberggipfel, welcher mit 1.495 m ü. NN die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und gleichzeitig der höchste Mittelgebirgsgipfel Deutschlands ist.
Wesentliche Teile des FFH-Gebiets, knapp zwei Drittel, sind von Wald bedeckt. Neben den Hainsimsen-Buchenwäldern prägen in den höheren Lagen insbesondere die Lebensraumtypen Subalpine Buchenwälder und Bodensaure Nadelwälder das Gebiet. Kleinräumig entlang des St. Wilhelmer Talbachs existieren Auenwälder mit Erle, Esche, Weide oder Moorwälder um das Feldseemoor sowie im Naturschutzgebiet Taubenmoos bei Bernau. Letzteres beherbergt eine wertvolle Hoch- und Übergangsmoorvegetation und zudem das einzige reliktische Vorkommen der Zwerg-Birke in Südwestdeutschland. Auch im Naturschutzgebiet Langenbach-Trubelsbach gehört die einzigartige Hochmoorvegetation neben den naturnahen Bergbächen sowie den umliegenden Weidfeldern zum prioritären Schutzziel.
Durch den großen Höhenunterschied von nahezu 1.000 Metern und die jahrhundertelange Nutzung existiert eine beeindruckende Vielfalt an Lebensräumen innerhalb des FFH-Gebiets. Typisch für den Südschwarzwald ist die traditionelle Beweidung der Hochflächen als Allmende. So entstanden ausgedehnte artenreiche Borstgrasrasen und Berg-Mähwiesen.
Der Natura 2000-Managementplan (MaP) ist ein behördenverbindlicher Fachplan. Er dient der Verwaltung als Grundlage für die Umsetzung von Natura 2000. Die Planerstellung für den Natura 2000-MaP erfolgt durch die Arbeitsgemeinschaft IFÖ Bad Krozingen & WWL Bad Krozingen, die im Februar 2018 hierfür vom Regierungspräsidium, Abt. 5, Referat 56, beauftragt wurde.

Auftraggeber: 
Regierungspräsidium Freiburg - in Arbeitsgemeinschaft mit IFÖ, Bad Krozingen
Laufzeit: 
seit 2018